Die Einmacherei – Gutes aus dem Glas

Ich bevorzuge bereits seit einigen Jahren Lebensmittel ohne künstliche Zusatzstoffe oder vieler unnützer Zusätze. Der ursprüngliche Geschmack und der gesundheitliche Aspekt überzeugt mich einfach.

Mittlerweile arbeite ich wieder Vollzeit und versuche den Spagat zwischen Muttersein/Haushalt und 40-Stunden-Woche zu bewältigen.
Abstriche müssen hier gemacht werden. Meine freie Zeit verbringe ich natürlich lieber mit meiner Tochter anstatt in der Küche.

Ein tolles 3-Gänge-Menü, welches auch noch zum Teil aus Bio-Zutaten besteht, schaffe ich höchstens am Wochenende (*hüst* oder einmal im Jahr an Weihnachten…).  ;-)

In der Zeitschrift „Bioküche“ bin ich dann auf die Einmacherei aufmerksam geworden und hatte die Möglichkeit ein Testpaket zu erhalten und auszuprobieren:

Der Vorteil liegt auf der Hand:

Frische Lebensmittel, eingekocht von professionellen Köchinnen, vereinen sich mit einer schnellen Möglichkeit der Zubereitung.

So kann ich auch nach einem langen Arbeitstag meiner Familie innerhalb kurzer Zeit ein gesundes Essen auf den Tisch zaubern.

Die-Einmacherei besteht aus einem Team zweier Frauen mit jeweils interessanter und auch beachtlicher Biographie.
Beide Frauen sind jeweils ausgebildete Köchinnen bzw. Konditorin mit vielen interessanten beruflichen Stationen und absolvierten Weiterbildungen.

Das Sortiment erscheint auf den ersten Blick recht klein und übersichtlich. Die Auswahl der Speisen macht aber einen liebevoll und facettenreich zusammengestellten Eindruck und trifft sicherlich den Geschmack eines Jeden.
Es gibt Unterkategorien für Suppen, Süßspeisen, Geschmortes mit Soße, Fangfisch, Nudelsoße, Reissoße und “Durum” (aus Hartweizengrieß hergestellte Nudeln).
Die Inhaltsangaben und Preise findet man neben der jeweiligen Produktbezeichnung.

Beim Durchlesen läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen. Es handelt sich in meinen Augen bei keinem Gericht um ein 0815-Essen, vielmehr vermittelt mir jede Speise den Eindruck über einen besonderen Clou zu verfügen.
Hierbei meine ich beispielsweise die Möhren-Ingwer-Suppe mit Kokos, das Bio-Hähnchen mit Zitronensauce oder den saftigen Kaffee-Schokoladen-Kuchen.

Interessant wären für mich noch Produktfotos, entweder von den eingemachten Gläschen oder von dem fertigen Essen bzw. Serviervorschlägen. Diese vermisse ich etwas.

Es findet sich leider kein Bestellformular auf der Homepage, mit welchem ich die gewünschten Produkte in den Warenkorb legen kann. Daher habe ich erst einmal Fragezeichen auf der Stirn stehen bei der Frage “Und wie bestell ich hier nun?”
Schließlich habe ich aber den netten Hinweis gefunden, dass man auch einfach über die E-Mail-Adresse fragen@die-einmacherei bestellen kann.

Ich nehme an, dass die Einmacherei sich bisher vordergründig auf den Ladenverkauf konzentriert hat.
In einer altern Metzgerei in München werden die Speisen vor Ort gekocht, abgeschmeckt und auch verkauft.
Zum Onlinebestellen würde ich daher empfehlen einfach zum Telefonhörer zu greifen und die Bestellung selbst durchzugeben oder die oben erwähnte E-Mail-Adresse zu verwenden. Dies erscheint in Zeiten des Onlinebestellwahns vielleicht etwas altbacken, jedoch bin ich mir sicher, dass der persönliche Kontakt mit dem Team sich nett gestaltet und man so eventuell bestehende Fragen auch problemlos telefonisch klären kann.

Mein Paket kam bei mir gut verpackt und dank Kühlakku gut gekühlt an:

Ich möchte positiv hervorheben, dass darauf geachtet wird, regionale Produkte für die Zubereitung der Speisen zu verwenden.
Die meisten Produkte stammen daher aus Bayern.
Dies gilt natürlich nicht für alle Produkte, wobei es sich sicher von selbst versteht, dass beispielsweise Zitronen und Kokosnüsse importiert werden müssen.

Ich habe mich nun an das Zubereiten der Speisen gemacht.

Hierfür findet man auf der Homepage Zubereitungshinweise, die auch graphisch bebildert dargestellt werden.

Es ist eigentlich ganz einfach:

Die Einmachgläschen aus dem Kühlschrank nehmen und den Inhalt in einen Topf füllen.

Es empfiehlt sich, das Gläschchen dann noch mit etwas Wasser auszuschwenken und den Inhalt auch noch zum Essen hinzuzugeben.

Auf mittlerer Hitze wird die Speise dann etwa 5-8 Minuten erwärmt, wobei zwischendurch mehrmals umgerührt werden sollte.

Das kriege selbst ich hin.  :-D

Sehr gut gefällt mir, dass sich die Zutatenliste der von mir getesteten Produkte recht kurz liest.
Es wird auf überflüssige Produkte wie Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verzichtet. Somit bleibt der ursprüngliche Geschmack beim Essen bewahrt.

Dieser Gesichtspunkt ist mir besonders wichtig, vor allem im Hinblick darauf, dass ich meiner Tochter gerne den wirklichen Geschmack der Lebensmittel näher bringen möchte und nicht einen künstlich erzeugten/verfälschten.

Die Bunte Rübensuppe mit frischem Meerrettich sieht farblich sehr ansprechend aus. Ich stand ihr dennoch kritisch gegenüber, da ich mich weder als Fan von roten Rüben noch von Meerrettich bezeichnen würde.

Geschmacklich war die Suppe durchaus interessant und die Zutaten waren gut aufeinander abgestimmt – meine Lieblingssuppe wird dies trotzdem nicht werden, aber das ist ja eine persönliche Geschmacksfrage.

Das Gläschen mit 350 ml Inhalt kostet übrigens 4,80 EUR.

Das Kalbsrahmgulasch kostet 8,90 EUR (305 ml).

Von außen sieht man schon, dass große Fleischstückchen enthalten sind und die Soße sieht schön sämig und nicht wässerig aus. Hier kann das Kalbsgulasch schon mal optisch punkten.

Geschmacklich hat mich das Gulasch vollkommen begeistert. Die Fleischstückchen sind groß, zart und wahnsinnig lecker gewesen – gleiches gilt für die Soße, die den Geschmack in meinen Augen perfekt abgerundet hat. Super lecker!

Meine Tochter begutachtete das Gulasch kritisch, schob sich ein Stück in den Mund, nahm es wieder heraus, versuchte es mit ihrem Kuscheltier zu teilen und schlug schließlich mit ihrem Löffel darauf ein  - wobei Einjährige sicher nur bedingt geeignet sind, um Qualität und Geschmack eines Essens zu beurteilen.  :lol:

Zum Nachtisch gab es einen Kaffee-Schoko-Kuchen:

Es wird empfohlen den Kuchen vor dem Verzehr zu erwärmen.

Das Stürzen des Kuchens aus dem Glas ist mir leider nicht richtig geglückt.
Ich habe versucht, die von mir verschuldete optische Einbuße durch Puderzucker und Granatapfelkerne wieder gut zu machen.  8-)

 

Mir hat der Kuchen sehr lecker geschmeckt. Seeeehr schokoladig und von der Konsistenz her recht fest.

Bevor ich ihn erwärmt hatte, hatte ich ihn kalt probiert und muss sagen, dass er mir unaufgewärmt besser geschmeckt hat. Aufgewärmt hätte ich ihn auch gegessen, aber während mich mein Mann geschickt ablenkte, verputzte er still und heimlich den Kuchen alleine.  ;-)

Der Kaffee-Schoko-Kuchen kostet 4,20 EUR im 100g-Glas.

Mein Fazit:

Ich finde die Idee, die hinter dem Konzept von die-Einmacherei steckt, einfach klasse.

Hier wird der Beweis angetreten, dass “Fertigessen” nicht geschmackloser oder minderwertiger sein muss, als herkömmliches Essen – im Gegenteil, denn die Qualität des Geschmackes hat uns wirklich überzeugen können.

Preislich liegen die Produkte jetzt leider nicht in dem Rahmen, dass wir sie wirklich regelmäßig mit in unseren Alltag einbeziehen könnten. Aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, Sonntags, zu besonderen Anlässen oder auch als Geschenkidee/Mitbringsel wieder auf die Produkte von die-Einmacherei zurückzugreifen.

Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen ein zusammengestelltes Produktpaket an meine Freundinnen zu verschenken, die gerade ein Baby erwarten. Denn mal ehrlich, wer möchte schon hochschwanger oder gar im Wochenbett seine Zeit in der Küche verbringen?!

Die Einmacherei ist übrigens auch auf Facebook zu finden.

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